Self-Service Business Intelligence

Self-Service Business Intelligence

Weder ein Data Warehouse noch die OLAP-Technologie konnten also die Erwartungen im Hinblick auf einen schnellen und umfassenden analytischen Datenzugriff erfüllen. Deshalb wurde ein neuer Ansatz entwickelt: SSBI (Self-Service Business Intelligence)-Technologien wie Qlik und Tableau brachten eine Methode der Datenanalyse hervor, mit der Business User ohne Unterstützung ihrer IT-Kollegen auf Unternehmensdaten zugreifen und diesen nutzen können. SSBI-Tools haben die Fähigkeit, Informationen aus Data Warehouses und Daten, die nicht im Data Warehouse gespeichert sind, zusammenzuführen bzw. Lokal zu integrieren.

Diese Self-Service-Tools sind flexibel und relativ einfach zu implementieren und machen den Datenanalysten weitgehend unabhängig. Doch sie haben auch eindeutig ihre Schwächen: Ihr wesentlicher Nachteil liegt darin, dass so durchgeführte Datenanalysen in kurzer Zeit unüberschaubar werden. Auf breiter Ebene angewendet, verursachen sie die doppelte Arbeit, liefern uneinheitliche Ergebnisse und führen zu einer langen, chaotischen Berichterstattung. Jeder Nutzer kann eigene Regeln und Berechnungen erstellen – da kann es durchaus passieren, dass verschiedene Gruppen oder Mitarbeiter dieselben KPIs und Metriken auf unterschiedliche Weise berechnen. Das Resultat: unterschiedliche, miteinander kollidierende Ergebnisse und widersprüchliche Informationen.

Da diese Lösungen keine Zugriffsregelung aufweisen, gibt es zudem keine Sicherheitsebene für den Schutz sensibler Daten. Eine echte Schwachstelle, denn Analysten tauschen häufig unbedacht Dateien aus. Auch die Möglichkeiten zur Datenumwandlung sind relativ begrenzt. Zudem führen viele Rechner parallel die gleichen Aufgaben für unterschiedliche Nutzer aus, so dass leistungsstarke Computerressourcen ineffizient genutzt werden. Das trägt zu höheren Kosten und einer niedrigeren Performance bei. Aus all diesen Gründen können reine SSBI-Tools zwar einen begrenzten, kurzfristigen Bedarf erfüllen, eignen sich aber nicht als End-to-End-Analyselösung auf Unternehmensebene.